Startseite
Über...
Wunschtraum
Archiv
Gästebuch
Kontakt
Abonnieren



M., ein Freund

Sigur Ros - Flugufrelsarinn

[2003/2006/jetzt | San Fransisco/Schweden/hier]


Bis ich diesen Song - vom flüchtigen Kennenlernen bis zum späteren ersten Erleben - fühlen konnte, musste tatsächlich erst eine Zeitspanne von drei Jahren verstreichen. Dieses Lied musst Du fühlen, Du kannst es nicht einfach nur hören. Du fühlst es zum Beispiel, wenn die Wildgänse kreischend vorbeiziehen und ihre Schreie plötzlich schaurig schön erscheinen. Oder Du fühlst es, wenn Du, ganz allein mit Deinen Gedanken und geschützt vor dem Regen, dem Gewitter zusiehst. Meine Schwester prophezeite mir im Jahre '03, dass ich eines Tages das hören werde, was sie so sehr liebt, da ich damals genau das mochte, was sie in meinem Alter durch den Alltag begleitete. Sie hatte recht. Das von ihr in abgewandelter Form gezeichnete Bild des CD-Covers der Ágætis byrjun hängt noch immer in meinem Zimmer. Tatsächlich entdeckte ich Sigur Rós aber erst drei Jahre später - anhand des Covers. Die Musik tastete sich ganz langsam an mich heran und eines heißen, sonnigen Ferientages in Schweden am Strand - ich befand mich in einem Schwebezustand zwischen Halbschlaf und Tagtraum - fiel mir tatsächlich zum ersten Mal die Einzigartigkeit des beflügelnden Falsettgesanges und die Ungewöhnlichkeit der, mit soviel Feingefühl von Geigenbogen und viel Kolophonium bearbeiteten, E-Gitarre auf. Mittlerweile betrachte ich weder das Instrument oder die als Instrument inszenierte Stimme, noch die Schönheit der isländischen Sprache oder den Inhalt der Worte einzeln, sondern höre dieses Gesamtkunstwerk als das, was es ist: Musik in ihrer reinsten Form. Und wenn Dich ein Song so lange begleitet, dann wirst Du irgendwann einmal selbst zum Fliegenbefreier. Ein wunderschönes Bild in meinem Kopf ..
22.10.08 22:22


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]
Gratis bloggen bei
myblog.de