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M., ein Freund

Wolfsheim - Approaching Lightspeed

[2003? | auf der Reise]


Fürchterlicher Liebeskummer vernebelt sogut wie immer die Gedanken. Und mich brachte er dazu, mich mitten in der Schulwoche in einen Zug zu setzen, um zu meiner damaligen Freundin zu fahren und mich nach einem Streit mit ihr auszusprechen. Sie wohnte in etwa zweieinhalb Stunden entfernt in einer abgelegenen Kleinstadt ohne Zuganbindung. Ich fuhr schwarz und unerwischt zu dem nächstgrößeren Ort; die ganze Zeit hörte ich dabei dieses Lied von Wolfsheim und bemerkte dabei ein Gefühlsgemisch von Verwegenheit und Scham in mir brodeln.
Nachts um elf stieg ich aus - und stapfte durch den Herbstmatsch vom Bahnhof weg. Orientierungs- und ziellos. Die 6 oder 16 km zu ihr wollte ich mit einem Taxi fahren - aber da war nichts mehr zu machen. Also wollte ich laufen. Aber in welche Richtung, das wusste ich nicht. Und so blieb ich fröstelnd auf dem Bahnhof zurück. Ich war damals erst 14. Meinen Eltern hatte ich einen Brief zurückgelassen, dass mir das hier wichtiger sei, als die Schule morgen. Und so weiter. Nach einigen Telefonaten kreuzundquer holte mich mein Vater irgendwann ab.

Eine aufgewühlte Stimmung und eine tränenreiche Nacht folgten. Die "Beziehung" war an dem Zeitpunkt schon längst gescheitert. Der Schuss ging nach hinten los und die Aktion ist mir bis heute ungeheuer peinlich. Das Lied mag ich nach wie vor.
22.10.08 22:59
 


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Jana (13.8.11 02:29)
Es war im Jahr 2004. Ich habe versucht die Erinnerungen daran zu verdrängen (mehr oder weniger erfolgreich). Dich zurückzuweisen, dafür gab es Gründe. Mir fehlte die Kunst meine Gefühle in Worte zu kleiden, die Du verstehen könntest. Es herrschte viel Verwirrung, geboren aus den Dingen, die mich tief verletzten. Die daraus resultierende Enttäuschung, die Lügen und der Schmerz haben mich bittere Tränen gekostet. Unser Kummer war gleichermaßen stark und es gelang mir danach für mehrere Jahre nicht, mich noch einmal dem Gefühl der Liebe nahe zu bringen. Du hast viel zu viel Zeit in meinem Kopf verbracht. Manche Erinnerungen waren schön, andere viel zu dunkel. Vielleicht waren wir in unseren ungestümen Herzen viel zu jung um den wahren Wert einer tieferen Verbindung zu begreifen. Mein Leben hat sich Ende 2008 verändert. Ich bin glücklich und habe neues Vertrauen schöpfen können. Die Dinge haben sich sehr positiv entwickelt. Gerechnet hatte ich nie damit. Als es geschah, schwand jede Negativität aus meinem Leben, die mich stets in einen Käfig gesperrt hatte. Ich hoffe und wünsche Dir, das auch Du eines Tages dieses Glück erleben wirst, falls es nicht bereits eingetreten ist. Denn Du hast es verdient. Ich bin froh darüber das alles gekommen ist, wie es kam. Damals verstand ich es nicht, heute weiß ich, dass es einen Sinn hatte. Und vielleicht kreuzen unsere Wege sich irgendwann einmal und wir lachen gemeinsam der schönen Dinge wegen. Alles Gute für Dich!


calat / Website (1.9.12 02:24)
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